Osteopathie-VS das Magazin

07.06.2019 „Osteopathie bietet für Kinder mit Asthma zusätzliche Möglichkeiten“

Frank Stelzer DO: Heilung aus verschiedensten Gesichtspunkten, das ist eine gute Option für Osteopathen, sich weiterzuentwickeln. Es ist immer wieder schön, sich auf dem Kongress auszutauschen und die Vielfalt der Themen auf sich wirken zu lassen.

VOD: Sie referieren über das interessante Thema „Warum wir werden, was wir sind. Osteopathie als ganzheitlicher Ansatz. Ein tieferes Verständnis von Mustern und Dysfunktionen“. Können Sie uns in Kürze schon verraten, worauf wir gespannt sein können?

Frank Stelzer DO: Schon früh nach meiner Ausbildung wurde mir klar, dass die erlernten osteopathischen Grundlagen nicht immer ausreichen, um wirkliche tiefe Heilung zu ermöglichen. Wie ein Körper Erlebnisse interpretiert, ist sehr unterschiedlich und manchmal schwierig zu ergründen. Ein tieferes Verständnis, warum ähnliche oder gleiche Muster von Dysfunktionen sich immer wieder präsentieren, kann sehr hilfreich sein, um an die eigentliche Ursprungsläsion zu gelangen. 

VOD: An den drei Kongresstagen bieten Sie zwei verschiedene Workshops an. Die Themen: „Asthma verstehen und osteopathisch behandeln. Behandlungsansätze bei Kindern. Auf der Suche nach Ursachen“ (Freitag, 4. Oktober und Sonntag, 6. Oktober) und „Prä-, peri- und postnatale Einflüsse auf das Leben und den Ausdruck der Gesundheit“ (Samstag, 5. Oktober). Beschreiben Sie beide Workshops ein wenig näher…

Frank Stelzer DO: Asthma osteopathisch verstehen, neurophysiologische und neurovegetative Ursachen suchen, sich nicht abfinden mit einer Dauermedikation, welche nur symptomatisch greift. Osteopathie kann hier gerade für Kinder mit Asthma zusätzliche Möglichkeiten bieten. Einfache Techniken für die gefundenen Läsionen stellen oft schon eine große Linderung her. Blickt man noch weiter auf die Ursache der Läsion, ist auch eine Heilung des Asthmas möglich.

Prä-, peri- und postnatale Einflüsse…: Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit des Lebens hinterlassen erste große Informationen im Gewebe. Wie lassen sich diese erkennen und wie sind daraus resultierende Informationen in eine Behandlung zu integrieren? 
Oft lassen sich diese Eindrücke des Lebens durch Fragen in der Anamnese oder in der Haltung erkennen. Geweberegionen, welche eine Ausdrucksminderung zeigen, kann man lernen zu palpieren und zu behandeln mit dem Gefühl, wann und wie eine Läsion sich eingenistet hat. Dies kann dann das Fundament für eine Veränderung in Richtung der Gesundheit darstellen.

VOD: Das klingt vielversprechend! Welche Botschaft haben Sie an Osteopathen und Osteopathinnen, die noch überlegen, ob sie sich zum Kongress anmelden sollten?

Frank Stelzer DO: Neugierig sein auf die Vielfalt, die solch ein Kongress bietet. Es ist doch für jeden eine tolle Gelegenheit da, sich inspirieren zu lassen. Ich freue mich sehr auf den Kongress!

VOD: Vielen Dank für das Interview! Wir freuen uns auf Sie vom 4.- 6. Oktober in Bad Nauheim!

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